Archiv des Autors: Lars

Über Lars

Gründer und Geschäftsführer der webworx GmbH. Experte für Social Media, E-Mail- und Online-Marketing. Glühender Verehrer von hellem Weizenbier.

Untappd – nie mehr alleine Bier trinken

Seit ein paar Tagen hat sich mein Leben grundlegend verändert. Ich habe mir Untappd auf meinem Smartphone installiert und nichts ist mehr wie es war.

Klingt übertrieben? Ist es auch ein bisschen. Immerhin bin bereits ich durchaus aktiv in Sachen Social, Mobile und selbstverständlich Bier. Aber das großartige ist, Untappd bringt alles zusammen. Wie das geht? Ganz einfach. Man registriert sich und verwendet die App immer dann, wenn man Bier trinkt. Und zwar sucht man sich die Sorte aus dem wirklich sehr umfassenden Datenbestand von Untappd heraus und „checkt ein“. Fertig.

Untappd ScreenshotDas funktioniert im Prinzip genau wie bei Foursquare und deshalb kann man Untappd auch daran anbinden, ebenso an Twitter und Facebook. Und somit wird Biertrinken zum ultimativ sozialen Akt, selbst wenn man alleine ist. „Drink Socially“ lautet deshalb auch der Claim. Man kann nämlich über die genannten Kanäle einen Post absetzen und damit alle Welt wissen lassen, was man gerade im Glas hat.

Klingt sinnbefreit, ist es aber nicht. Schließlich bietet Untappd im Fahrwasser des Eincheckens und Postens noch eine Menge mehr. Biere lassen sich bewerten und Locations zuordnen, an denen man sie genossen hat. Dadurch entsteht eine wunderbare Bierlandkarte, auf der man nahegelegene Trinkmöglichkeiten entdecken kann. Außerdem erhält man je nach Trinkleistung tolle Abzeichen (Badges) und findet Bierfreunde, mit denen man sich mittels Untappd austauschen kann. Anregungen und Tipps zu neuen köstlichen Bieren sind damit vorprogrammiert.

Zu guter letzt spricht die App Trinkempfehlungen aus – basierend auf den eigenen Vorlieben und Gewohnheiten. In meinem Fall reicht das Datenmaterial offenbar noch nicht, denn mir wurden immer die gleichen Weizenbiere vorgeschlagen – und für die müsste ich wahrscheinlich einmal über den großen Teich reisen. Sei’s drum, ich habe sie auf meine Wishlist aufgenommen, so heißt das Feature, mit dem man Biere markiert, die man irgendwann eimmal schmecken möchte.

Den Entwicklern von Untappd ist wirklich ein großer Wurf gelungen, der es Wert ist geteilt zu werden. Ihr findet mich übrigens unter untappd.com/user/larsicz

Beerland – der Film über unser Bierland

Der Amerikaner Matt Sweetwood hat dem Nationalgetränk der Deutschen eine Dokumentation gewidmet. In dieser ergründet er unsere Bierkultur und begibt sich dafür auf eine Reise quer durch die Republik. Matt landet auf dem Oktoberfest und beim Karneval, aber auch in der Region Bamberg mit ihrer paradiesischen Brauereidichte sowie im Hopfenanbaugebiet Hallertau.

Kurzum: ein mit der Erkenntnis endendes Roadmovie, dass es nicht wichtig ist, wie viel Bier man trinkt, sondern mit wem. Der Trailer gibt einen ersten Vorgeschmack.

Beerland läuft heute in ausgesuchten Kinos an. Weitere Infos gibt es auf der Website www.beerland-derfilm.de

The Leading Beers – Bierfestival in Amberg

The Leading Beers

Am 2. und 3. November 2013 veranstaltet ein studentisches Team von der Hochschule Amberg-Weiden um Prof. Dr. Wolfram von Rhein und Biersommelière Dipl.-Ing. (FH) Nicole Püschel das Festival „The Leading Beers“.

Dabei werden herausragende Bierkreationen lokaler und überregionaler Brauereien sowie Newcomer der Craft-Beer-Szene präsentiert. Eingebettet ist das Event in einen kulinarischen und kulturellen Rahmen, zu dem eine Modenschau, Live-Musik, Kabarett und eine Vernissage gehören. Und natürlich vermitteln die Veranstalter jede Menge Wissen zum zentralen Thema Bier sowie passenden Speisen wie Käse, Schokolade oder einer Brotzeit.

Highlights sind sicherlich ein Live-Talk hochkarätiger Bierkenner und die Prämierung des „Real Leading Beer“ durch ein Votum des Publikums am zweiten Festivaltag.

Mehr erfährt man auf Facebook und Twitter. Außerdem soll heute noch die Website www.theleadingbeers.com online gehen.

TAPX Meine Sommer Weisse von Schneider

TAPX Meine Sommer WeisseAls moderne Interpretation eines bayerischen Weissbiers kündigt die Brauerei Schneider Weisse ihren jüngsten Sondersud an, der im März auf den Markt kommt. Wenn man nach draußen schaut, ist von Sommer allerdings noch nichts zu spüren – jedenfalls hier in Norddeutschland.

Dennoch – die speziellen Kreationen von Brauereichef Georg Schneider und Braumeister Hans-Peter Drexler sollte man unbedingt auf dem Bierradar haben. Nach dem köstlichen Nelson Sauvin in 2011 und dem außergewöhnlichen Cuveé Barrique in 2012 dürfte die Sommer Weisse trotz derzeit frostiger Temperaturen weggehen wie warme Semmeln. TAPX-Biere aus dem Hause Schneider Weisse haben nämlich bisher ein durchweg positives Echo hervorgerufen.

TAPX Sommer Weisse im KühlerDieses mal haben die Herren aus Kelheim einen neuartigen Hallertauer Aromahopfen verwendet, um ein fruchtiges prickelndes sommerliches Weizenbier handwerklich zu brauen. Die Bierspezialität soll an einen Spaziergang über Bergwiesen erinnern. In Ermangelung der Berge stelle ich mir eher einen gechillten Tag am Strand vor, den man mit solch einem Bier in einen schönen Grillabend übergehen lässt. TAPX Meine Sommer Weisse passt gemäß Aromaprofil vorwiegend zu leichtem Essen wie Huhn, Fisch oder Salaten.

Leider konnte ich das Bier bisher nicht probieren, um diese Assoziationen zu bestätigen. Meine Hoffnung ist natürlich, dass Schneider Weisse mir wieder eine Flasche zur Verkostung zur Verfügung stellt. Sollte dem so sein, wird selbstverständlich berichtet.

Heute mal in Sachen Whisky – Ausbildung bei Lagavulin

Die Brennerei Lagavulin auf Islay darf man wohl getrost als legendär bezeichnen. Und obwohl es in diesem diesem Blog eigentlich ausschließlich um Weizenbier geht, machen wir genau deswegen heute mal eine thematische Ausnahme.

Ich selbst gewinne nämlich immer mehr Freude an Single Malt Whisky, sozusagen als hochprozentigem Begleiter von Weizenbier im Rahmen eines etwas „gehobeneren Herrengedecks“. Und Lagavulin ist nicht ganz unschuldig daran, denn ich konnte im letzten Jahr während eines Dänemark-Urlaubs mal einige Schlucke davon kosten. Faszinierend ist die unglaubliche Geschmacksvielfalt dieser Spirituose, die Kenner wohl unter anderem mit „torfig“ und einer „Note von Seetang“ beschreiben.

Jedenfalls bin ich über interessante Aktion des Mutterkonzerns Diageo gestolpert, der die sogenannte Classic Malts Selection vermarktet. Zu ihr gehört ein weiterer Favorit von mir, nämlich Knockando. Und zwar kann man sich für eine zweitägige „Ausbildung“ in der Destillerie bewerben und dabei den wohl nicht weniger legendären Iain McArthur begleiten. Er arbeitet seit 42 Jahren für Lagavulin und wie man im folgenden Videoclip erfährt, schätzt er neben Whisky auch nicht so starken Tee.

Natürlich habe ich auch eine Bewerbung verfasst und würde mich freuen, wenn ihr für mich abstimmt.

Neuer Flensburger Spot

Flensburger Pilsener zitiert einen alten Werbespot und verpackt ihn 2013 etwas massentauglicher mit neuer Optik und ohne Plattdeutsch. Dieses Mal sucht der Tourist mit dem „dollen Auto“ nicht nach einer Bucht zum Surfen, sondern nach dem Bier, das mit reiner Küstengerste gebraut wird und dem coolen Gletscherwasser, das man mit seinem Daumen öffnen kann. So richtiger norddeutscher Humor kommt dabei allerdings nicht rüber. Aber seht selbst:

Braufactum Indra – Weizen India Pale Ale

Im Rahmen meiner Autorentätigkeit für dieses Blog sind mir bereits einige Biere begegnet, die ich als „normaler“ Verbraucher wohl nicht gekauft hätte. Unter anderem auch wegen ihres Preises. Das Braufactum Indra ist ganz sicher ein solches Bier. Es kostet nämlich rund 13,- Euro für 0,75 Liter. Umso dankbarer war ich deshalb für die Probeflasche, die ich vor einiger Zeit von der Brauerei erhielt, und die Markus und ich unlängst verkostet haben.

India Pale Ale

Das Indra ist ein Weizen IPA (India Pale Ale). Diese Brauart wird manchmal auch als Imperial Pale Ale bezeichnet, entstand Anfang des 18. Jahrhunderts in England und wurde vorwiegend für die indischen Kronkolonien genutzt. Damit das Bier die lange Seereise inklusive Umrundung Afrikas überstand, wurde es mit hoher Stammwürze und viel Hopfen eingebraut, was auch einen hohen Alkoholgehalt nach sich zog. Das IPA ist hell und hat eine deutlich hervortretende Bittere.

Verkostung

Durch die Kombination einer klassischen Weißbiers mit einem IPA wurden im Indra zwei sehr unterschiedliche Stilrichtungen vereint. Der Flasche sieht man das erst einmal nicht an. Sie ist ganz im Corporate Design von Braufactum gehalten und damit wohl eine der edelsten Bierflaschen, die mir bisher untergekommen sind – gestalterisch und vor allem typografisch ganz großes Kino.

Wir haben Indra in Rotweingläser eingeschenkt, damit es besser zur Geltung kommt und sich das Aroma gut entfaltet. Nachteil ist dabei natürlich, dass es schnell Kohlensäure und Schaum verliert. Besser wäre natürlich ein passendes Braufactum Glas gewesen, das uns die Brauerei leider vorenthalten hat. Aber ich möchte mich keineswegs beklagen.

Geschmack

Beim ersten Schluck Indra spürt man deutlich den Unterschied zum herkömmlichen Weizenbier. Es ist wesentlich bitterer und wirkt dabei fast ein wenig exotisch-asiatisch. Wenn man ganz viel Vorstellungskraft besitzt, schmeckt man Indien heraus.

Das Bier hat eine goldene Trübung, einen feinporigen Schaum und sieht so hochwertig aus wie es anschließend am Gaumen wirkt. Ich muss gestehen, dass es mich nicht sofort restlos überzeugen kann, weil der Hopfen sehr dominant ist. Das ist man von einem Weizenbier mit seinen fruchtigen Aromen ja eher nicht gewohnt. Aber nach einigen Portionen hat man sich eingetrunken und genießt den zusätzlichen erdigen Charakter und den großen Facettenreichtum eines Premiumbieres.

Fazit

Daumen hoch für diese Kreation. Das Braufactum Indra ist ein besonderes Bier, das zu besonderen Anlässen und in Begleitung passender Speisen getrunken werden muss. Geeignet sind neben orientalischen auf jeden Fall eher deftige Gerichte. Für die Verpackung spreche ich nochmal ein großes Lob aus. Einziger Wehrmutstropfen bleibt wohl der Preis. Für 13 Euro bekommt man schließlich auch zwei Flaschen soliden Rotweins bzw. einige Liter hervorragenden Weizenbiers aus einer renommierten Qualitätsbrauerei. Da der Trend zu hochpreisigen Bieren und exklusiven Raritäten anhält, wird Indra aber sicher ihre Abnehmer finden und von diesen genossen. Es sei beiden gegönnt!

Interaktive Infografik zum Oktoberfest in München

Das Immobilienportal Immonet.de hat eine sensationelle Infografik erstellt, die zahlreiche Fakten zum Oktoberfest und zur bayerischen Landeshauptstadt zusammenfasst. Eine Erkenntnis daraus: der Fleischkonsum auf der Wiesn ist rückläufig, der Bierausschank hat mit 7,5 Mio. Litern in 2011 einen Rekordwert erreicht. Weitere Fakten zu München findet man unter www.immonet.de/bayern/muenchen.html

Carlton Draught – Bierwerbung 2.0

Noch nicht einmal eine Woche ist der aktuelle Spot der australischen Brauerei Carlton Draught mit dem Titel „Beer Chase“ auf YouTube zu sehen. Ohne dass er je im Fernsehen gerzeigt worden wäre, hat er bereits mehr als 1,9 Mio. Aufrufe generiert. Egal, ob man den Clip nun witzig oder das Bier lecker findet, ein Phänomen ist die Werbung bereits jetzt. Und sie zeigt, wie erfolgreiches Marketing für unser aller Lieblingsgetränk in Zeiten von Social Media funktionieren kann.

Mir persönlich gefällt neben dem 80s-Song „Thunder in Your Heart“ von John Farnham eigentlich am meisten der Claim am Ende: „Made from Beer“.

Frog’n’Roll mit Erdinger Weißbier

Mir ist ein witziges Viral von Erdinger über den Weg gelaufen. Zwei computeranimierte Frösche sitzen an ihrem Teich und versuchen mit tiefem Gequake Weibchen anzulocken. Ein Nebenbuhler kann mit seiner hohen Stimme hingegen nicht wirklich punkten.

Als jemand ein paar Flaschen Erdinger Weißbier und ein gut gefülltes Glas zum Kühlen ins Wasser stellt, schlägt aber seine große Stunde. Ein Zungenschleck vom Schaum des Weizenbiers und schon mutiert er zum Popstar. Mit Mikro ausgestattet intoniert er quakend das Erdinger-Jingle und kurz darauf kann er sich vor Groupies kaum retten. Ein weiblicher Fan hält sogar ein Schild mit der Aufschrift „Ich will eine Kaulquappe von dir“.

Gut gemacht und sehr amüsant.