Schlagwort-Archive: Weizenbier

Weizen-IPA Citrilla: Weizenbier trifft IPA

Ananas, Mandarinen, Äpfel und Zitronen – mein Obstkorb ist im Winter immer gut gefüllt und versorgt mich in der dunklen Jahreszeit mit Vitamin C. Fruchtig geht es zur Zeit auch bei meinen Biervorräten zu, denn dort ist vor kurzem das Weizen-IPA Citrilla von Maisel & Friends eingezogen.

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Kochen mit Weizenbier: Praxistest Craft Beer Kochbuch

Kochen macht Spaß – in Kombination mit einem guten Bier erst recht. Dass der Gerstensaft nicht nur ein perfekter Begleiter zum Menü, sondern auch wesentlicher Bestandteil des Rezepts sein kann, zeigt das im letzten Jahr im Brandstätter Verlag erschienene Craft Beer Kochbuch.

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Screenshot brewcomer.com

Craft Beer online kaufen – unser neues Projekt BREWCOMER

Seit einigen Wochen ist es ruhig im Weizenblog. Alle guten Vorsätze sind für eine ganze Zeit dahin gewesen, die Mitgliedschaft bei den Iron Bloggern Kiel musste aussetzen. Das ist natürlich sehr bedauerlich und kein wünschenswerter Zustand. Aber es hat Gründe.

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Im Interview zum Thema Motivation beim Bloggen

Im vergangenen Jahr erhielt ich eine E-Mail von Sabrina Aust, in der sie fragte, ob ich als Blogger aus Kiel Interesse an einem Radio-Interview für den NDR hätte. Natürlich sicherte ich sofort zu und so saß Sabrina einige Tage später mit einem Aufnahmegerät in unserem Büro. Sie absolvierte gerade ein Praktikum bei der Welle Nord, hatte sich sehr gut vorbereitet und stellte mir einige Fragen zum Weizenblog.

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CRE Interview-Podcast zum Thema Bier

Podcasts sind irgendwie ein bisschen aus der Mode gekommen. Eigentlich zu unrecht, wenn man es genau bedenkt. Ich genieße auf jeder längeren Autofahrt die wirklich gut gemachten Wortbeiträge im Deutschlandfunk, besonders Hintergrundreportagen zu allen erdenklichen Themen. Und Themen-Podcasts sind im Grunde genau das gleiche, nur eben online und dann, wenn man Zeit zum Hören hat und vielleicht nicht im Auto sitzt.

Um so mehr habe ich mich über den wertvollen Tipp von Heinz Rohde beim gestrigen SEO Barbecue der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein gefreut. Er berichtete mir von einem dreistündigen Interview, das der Podcaster Tim Pritlove auf cre.fm mit Hobbybrauer Andreas Bogk geführt hat.

In der 194. Ausgabe von CRE geht es also um das herrlichste Getränk der Welt: Bier. Im Rundumschlag besprechen die beiden Herren alles, was sich um die Braukunst rankt. Und das ist unglaublich lehrreich und unterhaltsam.

Besonders überraschend ist, dass Andreas Bogk in seinen Ausführungen die Begriffe Weizenbier und Weißbier als etymologisch nicht verwandt bezeichnet. Vielmehr bestehe ein Unterschied zwischen Braunbier und Weißbier, der durch unterschiedliche Verfahren beim Darren des Malzes hervorgerufen wird und sich tatsächlich auf die Farbe des Bieres bezieht und nicht etwa auf die Getreidesorte. Das war mir persönlich neu. Und es bedeutet, dass der bayerische Begriff „Weißbier“ eigentlich auch nicht ganz präzise ist. Faszinierend!

Also, unbedingt anhörenswert: CRE194 Bier

Mein Cuvée Barrique von Schneider Weisse

Nachdem einige Blogger – unter anderem USOX und Neubierig – schon über den neuen Sondersud geschrieben und sich begeistert geäußert haben, reiche ich heute den Bericht unserer Verkostung des Schneider Weisse TAPX Mein Cuvée Barrqiue nach. Markus und ich haben unlängst die Flasche geköpft, die uns Stephan Butz von der Schneider Brauerei dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

Nach dem vorzüglichen Nelson Sauvin aus dem vergangenen Jahr waren die Erwartungen an das Cuvée Barrique entsprechend hoch. Es ist übrigens eine Kreation aus Schneider Weisse Aventinus und dem entsprechenden Eisbock, die dann acht Monate im Barrique-Fass gereift ist. Erhalten kann man es nicht regulär im Handel, sondern exklusiv beim Bierland Hamburg.

Bereits beim Einschenken bemerkt man, dass es sich hier nicht um irgendein gewöhnliches 08/15-Gebräu handelt. Das Cuvée Barrique ist ausgesprochen dunkel und hat  – mit etwas Fantasie – sogar einen gewissen Rot-Schimmer.  Natürlich haben wir kein Bier- sondern ein Weinglas verwendet. In diesem bildet sich dann auch eine wunderbar feinporige Blume und der Duft lässt einen vielschichtigen Geschmack erahnen.

Nach dem ersten Schluck haben Markus und ich uns etwas ratlos angeschaut. Das Bier passt irgendwie in kein bekanntes Schema. Er zog einen Vergleich zum Schwarzbier, der der Aromenfülle des Cuvée Barrique allerdings nicht gerecht wird. Mir fiel der leicht unangenehme Lakritzgeschmack auf – wegen meiner unwiderbringlichen Abneigung gegen dieses schwarze Zeug – aber auch darauf lässt sich der Sondersud von Schneider keinesfalls reduzieren. Es braucht weitere Schlucke, um die ganze fruchtig, schwere Vielfalt und den weinartig trockenen Abgang zu würdigen.

Nach dem Leeren der 0,75-Liter-Flasche wissen aber auch nur eines. Die 9,5 % Alkohol wirken. Das Cuvée Barrique lässt uns rätselnd zurück. Soll man in Lobgesänge ausbrechen oder ordnet man es in die Schublade exotischer Trinkerfahrungen ein? Fakt ist, man kann den Geschmack nur schwer in Worte fassen. Meine Empfehlung an Freunde ausgefallener Bierspezialitäten ist auf jeden Fall, sich eine Flasche zu gönnen, denn kosten sollte man von diesem ungewöhnlichen Produkt am besten selbst. Schneider Weisse empfiehlt es zu Wild oder Rind und zu einem Dessert wie Vanilleeis oder Kuchen.

Am Schluss geht unser Lob an den Braumeister Hans-Peter Drexler von Schneider Weisse, dem ein sagenhaft besonderes Weizenbier gelungen ist, das es so wohl bisher nicht gegeben hat und das die Grenzen zwischen Gersten- und Traubensaft auf eigentümliche Weise verschwimmen lässt.

Weizenbier-Index als Kaufkraft-Indikator

Statt eines Big-Mac-Index der Zeitschrift „Economist“ hat die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung einen neuen Kaufkraft-Indikator für Deutschland postuliert. Und zwar einen, den wir hier definitiv unterstützen möchten: den Weizenbier-Index.

Wie viel der Euro regional wert ist und welches Gefälle es bei seiner Kaufkraft innerhalb der Bundesrepublik gibt, lässt sich herrlich an den Konditionen für ein Weizenbier zeigen. Wie die FAZ berichtet, wurden dazu je fünf Gastronomiebetriebe in acht Feriengebieten hinsichtlich der Preise für ein Glas Weizenbier untersucht.

Was uns der Weizenbier-Index über Deutschland sagt

Das Ergebnis überrascht nicht generell, die Ausprägung der Preisunterschiede ist jedoch enorm. Zwischen dem Spitzenreiter Sylt mit durchschnittlich 5,26 € und der preiswerten Fränkischen Schweiz mit durchschnittlich 2,52 € liegt mehr als ein halber Liter Unterschied. Auf der Schickeria-Insel muss man also rund doppelt so viel für den Biergenuss löhnen. Weitere Ausreißer sind das Hotel Adlon in Berlin mit neun Euro für ein Glas mit 0,5 Litern und Badrutt’s Palace Hotel in St. Moritz (Schweiz) mit 14 Franken – umgerechnet derzeit fast zwölf Euro – für ein 0,33-Liter-Glas wohlgemerkt. Das günstigste Weißbier in der Erhebung schenkt ein Bauernhof-Restaurant in Rühn im Kreis Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) aus. Ein Paulaner gibt es dort für geschmeidige 1,60 €.

Grundsätzlich hat die Untersuchung neben einem Nord-Süd- auch ein Ost-West-Gefälle ermittelt und Unterschiede zwischen ländlichen Gegenden und Metropolen, wirtschaftlich schwachen und wirtschaftlich starken Regionen aufgezeigt. Der Weizenbier-Index hat seine Mission damit offenbar erfüllt, auch wenn die Stichprobe vielleicht etwas klein ausgefallen ist.

Ich biete mich der FAS daher offiziell für einen erweiterten Feldversuch an, um die Ergebnisse zu validieren, und würde abgesehen von Reisekosten und Spesen großzügig auf ein Honorar verzichten.