Schlagwort-Archive: Flasche

Noctua, Brama und Glaux von Opificio Birrario

In den Herbstferien durfte ich mit meiner Familie und Freunden eine Woche auf einem Urlaubs-Bauernhof (Agriturismo) in der Toskana verbringen. Durch Zufall fanden wir uns sonntags mitten auf dem Stadtfest des kleinen Ortes Peccioli wieder. Und dort erlebte ich eine kleine biertechnische Offenbarung – genauer gesagt am Stand der Mikrobrauerei Opificio Birrario.

Weiterlesen

St. ERHARD Bamberg – eine aufstrebende Premium-Marke?

Verschiedene Blogs durften das Kellerbier St. ERHARD aus Bamberg bereits verkosten und sogar der KarriereSPIEGEL hat darüber berichtet. Und obwohl es kein Weizen ist, wurde ich natürlich neugierig. Kurzerhand schickte ich über die professionell aufgemachte englischsprachige Website st-erhard.com eine Anfrage. Und peng, zwei Tage später hatte ich zwei durchsichtige Flaschen mit Begleitmaterial in der Hand. So muss eine Brauerei reagieren, finde ich!

Weiterlesen

Braufactum Indra – Weizen India Pale Ale

Im Rahmen meiner Autorentätigkeit für dieses Blog sind mir bereits einige Biere begegnet, die ich als „normaler“ Verbraucher wohl nicht gekauft hätte. Unter anderem auch wegen ihres Preises. Das Braufactum Indra ist ganz sicher ein solches Bier. Es kostet nämlich rund 13,- Euro für 0,75 Liter. Umso dankbarer war ich deshalb für die Probeflasche, die ich vor einiger Zeit von der Brauerei erhielt, und die Markus und ich unlängst verkostet haben.

India Pale Ale

Das Indra ist ein Weizen IPA (India Pale Ale). Diese Brauart wird manchmal auch als Imperial Pale Ale bezeichnet, entstand Anfang des 18. Jahrhunderts in England und wurde vorwiegend für die indischen Kronkolonien genutzt. Damit das Bier die lange Seereise inklusive Umrundung Afrikas überstand, wurde es mit hoher Stammwürze und viel Hopfen eingebraut, was auch einen hohen Alkoholgehalt nach sich zog. Das IPA ist hell und hat eine deutlich hervortretende Bittere.

Verkostung

Durch die Kombination einer klassischen Weißbiers mit einem IPA wurden im Indra zwei sehr unterschiedliche Stilrichtungen vereint. Der Flasche sieht man das erst einmal nicht an. Sie ist ganz im Corporate Design von Braufactum gehalten und damit wohl eine der edelsten Bierflaschen, die mir bisher untergekommen sind – gestalterisch und vor allem typografisch ganz großes Kino.

Wir haben Indra in Rotweingläser eingeschenkt, damit es besser zur Geltung kommt und sich das Aroma gut entfaltet. Nachteil ist dabei natürlich, dass es schnell Kohlensäure und Schaum verliert. Besser wäre natürlich ein passendes Braufactum Glas gewesen, das uns die Brauerei leider vorenthalten hat. Aber ich möchte mich keineswegs beklagen.

Geschmack

Beim ersten Schluck Indra spürt man deutlich den Unterschied zum herkömmlichen Weizenbier. Es ist wesentlich bitterer und wirkt dabei fast ein wenig exotisch-asiatisch. Wenn man ganz viel Vorstellungskraft besitzt, schmeckt man Indien heraus.

Das Bier hat eine goldene Trübung, einen feinporigen Schaum und sieht so hochwertig aus wie es anschließend am Gaumen wirkt. Ich muss gestehen, dass es mich nicht sofort restlos überzeugen kann, weil der Hopfen sehr dominant ist. Das ist man von einem Weizenbier mit seinen fruchtigen Aromen ja eher nicht gewohnt. Aber nach einigen Portionen hat man sich eingetrunken und genießt den zusätzlichen erdigen Charakter und den großen Facettenreichtum eines Premiumbieres.

Fazit

Daumen hoch für diese Kreation. Das Braufactum Indra ist ein besonderes Bier, das zu besonderen Anlässen und in Begleitung passender Speisen getrunken werden muss. Geeignet sind neben orientalischen auf jeden Fall eher deftige Gerichte. Für die Verpackung spreche ich nochmal ein großes Lob aus. Einziger Wehrmutstropfen bleibt wohl der Preis. Für 13 Euro bekommt man schließlich auch zwei Flaschen soliden Rotweins bzw. einige Liter hervorragenden Weizenbiers aus einer renommierten Qualitätsbrauerei. Da der Trend zu hochpreisigen Bieren und exklusiven Raritäten anhält, wird Indra aber sicher ihre Abnehmer finden und von diesen genossen. Es sei beiden gegönnt!

Frog’n’Roll mit Erdinger Weißbier

Mir ist ein witziges Viral von Erdinger über den Weg gelaufen. Zwei computeranimierte Frösche sitzen an ihrem Teich und versuchen mit tiefem Gequake Weibchen anzulocken. Ein Nebenbuhler kann mit seiner hohen Stimme hingegen nicht wirklich punkten.

Als jemand ein paar Flaschen Erdinger Weißbier und ein gut gefülltes Glas zum Kühlen ins Wasser stellt, schlägt aber seine große Stunde. Ein Zungenschleck vom Schaum des Weizenbiers und schon mutiert er zum Popstar. Mit Mikro ausgestattet intoniert er quakend das Erdinger-Jingle und kurz darauf kann er sich vor Groupies kaum retten. Ein weiblicher Fan hält sogar ein Schild mit der Aufschrift „Ich will eine Kaulquappe von dir“.

Gut gemacht und sehr amüsant.

Dein eigenes Bier aus der Braufabrik

Produktindividualisierung und personalisierte Geschenke sind weiter voll  im Trend. Auch Bierhersteller machen davor nicht Halt. Anbieter für eigene Flaschenetiketten gibt es ja bereits einige, die Braufabrik geht nun noch einen kleinen Schritt weiter. Hier kann man aus verschiedenen Bier-Geschmacksrichtungen wählen, auch ein Hefeweizen ist darunter, und die Bierflasche dann persönlich gestalten.

Neben zahlreichen Designvorlagen für das Etikett gibt es Auswahlmöglichkeiten für das sogenannte Cap – also die Alufolie über Kronkorken und Hals der Flasche. Beim Design untergliedert die Braufabrik in unterschiedliche Themenwelten – von Abschluss  über Fußball und Party bis zu Frauen. Die Website passt sich optisch dementsprechend an. Und natürlich kann man auch gänzlich individuelle Layouts hochladen. Insgesamt ist die Optik des Shops recht hochwertig und ansprechend wie man auf dem Screenshot erkennen kann.

Die Gründer der Braufabrik Martin Kallenborn und Thomas Schlotterbeck haben sich für ihr Projekt die Unterstützung des Designers Pascal Kloos gesichert. Das Bier beziehen sie aus zwei kleinen Privabrauereien in Baden-Württemberg. Und natürlich unterliegt es dem deutschen Reinheitsgebot von 1516. Angeblich haben die beiden ein Jahr lang verschiedenste Bezugsquellen getesten. Das stelle ich mir ganz spannend und gleichzeitig amüsant vor.

Ein spezielles Angebot unterbreitet die Braufabrik Firmen, Vereinen und Veranstaltern von Events. Und zwar erhalten diese auf Anfrage einen Gestaltungsservice und Mengenrabatte. Nicht ganz unvernünftig, denn mit 16,80 € für sechs Flaschen á 0,33 Liter ist die Braufabrik alles andere als ein Discounter.

Das Weizenblog wird sich übrigens sozusagen als „Beta-Tester“ betätigen und das Weizenbier der Braufabrik verkosten. Bei Gefallen könnte es sein, dass wir dann auch mal ein eigenes Bier herausgeben – quasi Weizenblog flüssig. Wir sind gespannt.

Bier Holster – ein Männergeschenk par excellence

Wir haben Ostern und das Wetter ist doof. Nichts ungewöhnliches für Anfang April, aber wärmere Tage im Freien  stehen ja unmittelbar bevor. Außerdem erinnert uns Ostern rechtzeitig an das 39 Tage später im Kalender stehende Himmelfahrtsfest, das meiner Erinnerung nach in den vergangenen Jahren immer mit zwei Dingen in Verbindung stand:

  1. gutes Wetter, teilweise sogar Anbaden in der Ostsee
  2. eine Gruppe Männer mit Bollerwagen und Bier

Wie gerufen kam da jüngst die Anfrage von techgalerie.de, ob Interesse bestünde ein neues Gadget zu testen. Es käme nach über 10 Monaten Entwicklungszeit endlich auf den Markt und würde in 100% Handarbeit aus Leder gefertigt. Der Name: Bier Holster. Ich war neugierig und erklärte mich für eine Rezension bereit. Wenige Tage später kam das gute Stück per Post.

Die Idee ist bestechend, ähnlich wie ein Holster für den Colt wird das Bier Holster am Gürtel befestigt und kann dann eine „Waffe“ aufnehmen.

Ich habe das gleich mal getestet und dafür ein besonderes Bier ausgesucht. Im Kühlschrank stand nämlich noch ein Braufactum Roog, ein ganz exquisites Rauchweizen mit sehr dezenter Note und weniger dominantem Rauch-Flavour als bei anderen Bieren diesen Typs. Das Braufactum Roog hat eine besonders bauchige 0,33 Liter Flasche mit langem Hals und ist unten herum ziemlich dick – also ein ideales Testobjekt.

Und tatsächlich nimmt das Bier Holster mein köstliches Rauchweizen auf. Wie man erkennen kann, erzeugt das Duo tatsächlich ein echtes Cowboy-Image.

Natürlich habe ich noch versucht eine klassische 0,5 Liter Weißbierflasche hineinzustecken, was ebensowenig ein Problem darstellte. Das Bier Holster dürfte also universell verwendbar sein, auch wenn man unterwegs oder am Grill stehend wohl meist ein handeslsübliches Pils aus der Flasche genießt.

Mein Fazit: Ein perfektes Männergeschenk und ein Utensil für Ausflüge oder Grillabende, das sicherlich schmunzelnde Blicke auf sich zieht. Mein Feldversuch dazu findet hoffentlich in Kürze statt. Zu beziehen ist das Bier Holster übrigens im Onlineshop von techgalerie.de

Mein Bieradventskalender 2011

Nach einer sehr langen Büro-Session am gestrigen Tag wurde ich heute früh ziemlich verpennt von meiner Familie geweckt – mit einer deluxen Überraschung. Ich war schlagartig wach.

Papa, wir haben einen Adventskalender für dich gemacht. Mit Weizen! Du kannst jeden Morgen eine Flasche in unseren Kühlschrank stellen. Dann bist du den ganzen Tag gespannt, bis du sie abends auspackst.

Im Wohnzimmer stehen 24 Weizenbiere, liebevoll verpackt und mit Kinderschrift durchnummeriert. Und so sieht das aus:

Danke, Mädels – ihr seid großartig!

Innovatives Verpackungsdesign – für Bier

Das Designblog koikoikoi.com hat unter dem Titel 20+ awesome beer packages eine Sammlung wirklich erstaunlicher Bierverpackungen zusammengetragen.  Das Spektrum reicht von ungewöhnlichen Flaschenformen über witzige Etiketten und elegante Träger bis zum pfiffigen Kronkorken. Von diesen Gestaltungsbeispielen sollte sich vielleicht die eine oder andere Brauerei einmal inspirieren lassen.

Bierflaschen zum Abfüllen eigener Biere

Im Sommer stürmen die Leute auf Obsthöfe und pflücken teilweise raue Mengen an Himbeeren, Erdbeeren und Kirschen. Ich selbst habe das am Samstag auf Gut Warleberg am Nord-Ostsee-Kanal beobachten können. Offenbar waren die Selbstpflücker so fleißig, dass sich ein Freund am Sonntag schon darüber beschwerte, für ihn seien nur die unbeliebten Johannisbeeren übrig geblieben.

Was hat das nun mit Bier zu tun?

Man fragt sich ja, was die Leute mit dem ganzen Obst anstellen. Vieles wird natürlich direkt vernascht, der Rest sicher zu Marmelade verarbeitet, eingeweckt oder zu Saft verarbeitet. Das erklärt auch, warum Onlineshops wie www.flaschenbauer.de eine große Auswahl an leeren Gläsern und Flaschen anbieten. In südlicheren Gefilden kommt dann noch ein weiteres Thema hinzu. Private Winzer brauchen ein gewisse Menge an Flaschen, um ihre Weine und Brände abzufüllen. Der Trend zum Selbermachen hört hier aber gewiss nicht auf.

Bier selber brauen und abfüllen

So kommen wir nun über einige Umwege auch zum Bier. Das Hausbrauen wird nämlich immer beliebter. Mit entsprechenden Sets können auch Anfänger ganz passable Biere selber herstellen. Fortgeschritte Hobbybrauer lassen sich sogar kleine Brauanlagen in den Keller stellen. Wenn das Gebräu dann fertig ist, braucht man selbstverständlich auch Bierflaschen. Beim Großhändler Bauer bekommt man sie realtiv günstig und in verschiedenen Ausführungen – ob 0,33 oder 0,5 Liter, ob grünes, weißes oder braunes Glas. Lässt man sich dann noch eigene Bieretiketten drucken, fehlt nicht mehr viel zur eigenen Biermarke.

Falls das dann doch zu ambitioniert ist, kann man mit den leeren Bierflaschen angeblich zu kleineren Brauereien gehen, um sich dort seine Ration abfüllen zu lassen. Auch das wird wohl eher im Süden der Republik üblich sein. Schade eigentlich …

Bayreuther Bio-Weisse im 4er-Pack

Bierspot berichtet, dass die Bayreuther Bio-Brauer ihr Weißbier nun auch im praktischen 4er-Pack anbieten werden. Sixpacks mit  0,33-Liter-Flaschen sind ja mittlerweile auch im Weizenbiersegment durchaus üblich. Allerdings gehört zum obergärigen Bier für viele einfach ein entsprechendes 0,5-Liter-Glas dazu.

Das Bayreuther Bio-Weisse soll durch die neue leichte Verpackung den Kundenwünschen besser gerecht werden. Denn bisher gab es nur die Wahl zwischen Einzelflaschen oder einer ganzen Kiste. Das 4er-Pack wird darüber hinaus durch seine Displaywirkung zusätzlich Aufmerksamkeit erzeugen. Ergänzende Werbemittel und Sonderplatzierungen im Handel runden die Markteinführung ab.