Störtebeker Polar-Weizen: Winterzeit ist Eisbockzeit!

Der Winter ist bereits in vollem Gang, sogar die ersten Schneeflocken sind gefallen. Auch wenn wir von allzu arktischen Temperaturen bisher verschont geblieben sind – von seiner Brauart her passt das Polar-Weizen aus der Störtebeker Braumanufaktur bestens in die kalte Jahreszeit. Bei der Herstellung dieses Bieres geht es nämlich – im wahrsten Sinne des Wortes – eisig zu.

Biere wie das Atlantik-Ale oder das Bernstein-Weizen aus der bekannten Stralsunder Brauerei kommen mir öfter mal ins Glas. Deshalb war ich umso gespannter, als ich von den Störtebeker Eisbock-Bieren erfuhr, die seit November 2016 das Sortiment bereichern. Um die vier Kreationen Eis-Lager, Nordik-Porter, Arktik-Ale und Polar-Weizen in höchster Qualität herstellen zu können, hat die Brauerei sogar extra eine neue technische Anlage entwickelt. Aber was bedeutet Eisbock eigentlich?

Stark, stärker, Eisbock: Die „Essenz des Bieres“

Prinzipiell ist die Herstellung eines Eisbocks mit jedem stärkeren Bier möglich. Das Bier wird eingebraut und bis zur Reife gelagert. Anschließend friert man es bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich ein. Dabei gilt: Je tiefer die Temperatur, desto stärker der spätere Eisbock. Das im Bier enthaltene Wasser ist nach rund 24 Stunden gefroren. Übrig bleibt der Eisbock, die sogenannte „Essenz des Bieres“: Eine Komposition aus konzentrierten Aromen, besonders feinperliger Kohlensäure und natürlich Alkohol.

Laut Überlieferung wurde der beliebte Bierstil um die Jahrhundertwende übrigens durch Zufall entdeckt, als ein Brauereilehrling mehrere Fässer kräftigen Bockbiers über Nacht draußen stehen ließ. Ein Großteil der Flüssigkeit war am Tag darauf gefroren und der Braumeister darüber so erbost, dass er seinen Lehrling dazu zwang, die übriggebliebene Flüssigkeit auszutrinken. Diese Strafe entpuppte sich jedoch als wahrer Genuss und der Eisbock war geboren.

Eisbockbier Störtebeker Polar-Weizen im Test: Schmeckt das?

Das Störtebeker Polar-Weizen basiert auf dem Bernstein-Weizen der Brauerei. Während das Bernstein-Weizen mit 5,3 % vol. Alkohol noch im Durchschnitt liegt, kann das Polar-Weizen einen Alkoholgehalt von stolzen 9,5 % vol. vorweisen. Dieser ist – ohne gute Grundlage – auch bereits nach dem Genuss von zwei Flaschen spürbar.

Beim Einschenken des Bieres steigt einem ein angenehmer Duft nach Banane in die Nase. Der spritzige Eisbock schmeckt säuerlich-herb, überzeugt aber gleichzeitig mit einer angenehmen hefigen Süße. Das Bananenaroma findet sich auch im Geschmack wieder und gesellt sich zu feinen Zitrusnoten und harmonischen Fruchtnuancen. Im Abgang kann man schließlich eine leichte Bittere wahrnehmen. Die Ähnlichkeit zum „Ausgangsbier“, dem Bernstein-Weizen, schmeckt man durchaus heraus, wenngleich das Polar-Weizen aromatechnisch deutlich intensiver daherkommt. Ein toller Weizenbock für alle, die kräftige, vollmundige und fruchtige Biere lieben!

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